Parodontitis (Parodontose)

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Parodontologie und Parodontitis

Unter dem Begriff Parodontologie versteht man vor allem die Behandlung von Entzündungserkrankungen des Zahnfleisches und des Knochens. Man nennt diese Parodontitis (oder im Volksmund auch Parodontose), am Implantat spricht man von Periimplantitis.

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Neben der Parodontitis und der Periimplantitis befasst sich die Parodontologie auch mit der Behandlung von tief zerstörten Zähnen (Zahnrettung) oder dem Zahnfleischrückgang (Rezessionen).

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Auch eine schwere Parodontitis lässt sich vorhersagbar behandeln!

In unserer parodontologischen Abteilung arbeiten unsere speziell ausgebildeten Dentalhygienikerinnen mir im Team eng und mit Freude zusammen um Ihre Zähne zu erhalten.

Auch Patienten mit tief zerstörten Zähnen oder zurückgegangenem Zahnfleisch (Rezessionen) können wir helfen.

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Dr. Jan Behring,
Spezialist für Parodontologie

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Selbst eine schwere Parodontitis kann man erfolgreich behandeln!

Dr. Jan Behring

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Unser Paro-Team

Infos zur Behandlung

Was sind Parodontitis und Parodontose?

Eine Parodontitis (am Implantat Periimplantitis) stellt eine entzündliche und langsam voranschreitende Krankheit des Zahnfleisches und des Knochens dar. Die Entzündung wird durch Bakterien ausgelöst, die auf der Zahnoberfläche leben. Durch den Knochenverlust kommt es zur Bildung von Zahnfleischtaschen, also einen Raum zwischen Zahnfleisch und Zahn, in welchem die Bakterien noch besser leben können.

Eine Parodontitis verläuft in den meisten Fällen jahrelang vollkommen schmerzfrei und für Patienten unbemerkt. Auch das typische „Zahnfleischbluten“ haben nur wenige Patienten. Erst wenn schon sehr viel Knochen verloren gegangen ist, bemerken Patienten selbst die Erkrankung, etwa durch lockere Zähne oder durch schmerzhafte Einzelentzündungen in tiefen Taschen.

Parodontitiden kommen in verschiedenen Formen vor, wobei zwei davon hervorstechen: Bei der sehr häufigen „chronischen Parodontitis“ beginnt die Erkrankung oft erst nach dem 40. Lebensjahr und schreitet sehr langsam voran. Bei der weniger oft vorkommenden „aggressiven Parodontitis“ verläuft die Erkrankung hingegen viel schneller und kann in jedem Alter und sogar bei sehr guter Mundhygiene beginnen. Bei dieser Form der Parodontitis spielen genetische Einflüsse und einzelne sehr schädliche Bakterienstämme ein Rolle.

Insbesondere die aggressive Parodontitis ist für Allgemeinzahnärzte und Patienten schwer erkennbar und sollte immer durch einen Spezialisten behandelt werden.

Wie behandeln wir eine Parodontitis?

Wir richten uns bei unserer Therapieplanung und -durchführung immer nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und effektiven Behandlungsmethoden. Unser primäres Ziel ist der Erhalt der natürlichen Zähne unserer Patienten.

Parodontalbehandlungen werden in unserer Praxis zunächst immer nicht-chirurgisch durchgeführt.

Chirurgische Eingriffe sind heute nur noch in Einzelfällen, zum Beispiel für Knochenaufbauten, erforderlich. Sie werden in der Regel erst in späteren Behandlungsabschnitten durchgeführt.

Kernstück einer jeden Zahnfleischbehandlung ist die systematische und mehrfache Reinigung der infizierten Zahnoberflächen in Kombination mit zielgerichteten Maßnahmen gegen einzelne Bakterienstämme. Auch die Einstellung einer idealen Mundhygiene ist ein wichtiger Baustein für den Behandlungserfolg. Eine zunehmend wichtige Rolle in der erfolgreichen Behandlung der Parodontitis und der Periimplantitis wird der Probiose, also dem gezielten Wiederaufbau einer gesunden bakteriellen Mundflora, zugerechnet.

Unser Behandlungskonzept verläuft, entsprechend aktueller wissenschaftlicher Empfehlungen, in der Regel wie folgt:

Kann man jeden Zahn retten?

Die einfache Antwort lautet leider: Nein.

Auch wir können nicht jeden Zahn retten. Oftmals ist es sogar in Ihrem Sinne, zu stark geschädigte Zähne zu entfernen, da diese ihrem Kauorgan und ihrem Körper schaden können.

Hat ein Zahn zu viel Knochen verloren und sind die Entzündungen im Zahnfleisch nicht durch Reinigungen oder andere Maßnahmen zu kontrollieren, können die Bakterien bei einem Zahnerhalt weitere Schäden anrichten. So verlieren Sie zusätzlich Knochen, den Sie vielleicht später für ein Implantat brauchen könnten. Auch können irgendwann Schmerzen auftreten, Zähne können anfangen zu wandern oder es besteht die Gefahr von allgemeinmedizinischen Komplikationen, Abszessen mit Schwellungen und Eiteransammlungen im Gewebe.

Wir versuchen mit Ihnen gemeinsam Ihre Zähne zu retten, manchmal ist dies aber weder möglich, noch sinnvoll.

Wenn es doch zum Zahnverlust kommt, so planen wie gern mit Ihnen eine spätere oder sofortige Weiterversorgung. Sie müssen niemals mit Zahnlücken aus der Praxis gehen.

Und wenn ich einfach abwarte?

Was passiert, wenn eine Parodontitis unbehandelt bleibt?

Im Mund drohen bei einer Nichtbehandlung einer Parodontitis langfristig Zahnlockerungen und Zahnverlust. Verlorene Zähne dürfen dann keinesfalls ohne vorherige systematische Parodontitistherapie durch Implantate ersetzt werden, da sonst auch die Implantatoberflächen infiziert würden.

Allgemeinmedizinisch zeigen groß angelegte Studien, dass eine unbehandelte Parodontitis schwere allgemeinmedizinische Folgen für den gesamten Körper haben kann. So zeigt eine US-amerikanische Studie, durchgeführt an mehr als 300.000 untersuchten Männern, dass das Herzinfarktrisiko bei einer unbehandelten Parodontitis um das Vierfache erhöht sein kann. Andere Studien zeigen Zusammenhänge zwischen unbehandelten Parodontitiden und Bluthochdruck, Typ-II Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Demenz und sogar Schwangerschaftskomplikationen.

Aktuell wurde gezeigt, dass Patienten mit einer unbehandelten Parodontitis ein fast viermal so hohes Risiko haben, bei einer COVID-19 Infektion an dieser zu versterben.

Wie lange dauert die Behandlung?

Eine systematische Parodontalbehandlung besteht aus mehreren Terminen, welche in bestimmten Abständen erfolgen sollten. Die aktive Behandlung dauert daher in etwa zwei bis drei Monate. Danach schließt sich eine Phase von etwa drei Monaten an, nach welcher der Zustand neu bewertet und über möglicherweise weitere Behandlungsmaßnahmen entschieden wird.

Wer bezahlt die Behandlung?

Parodontalbehandlung werden in den meisten Fällen von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen übernommen. Gesetzliche Krankenversicherungen benötigen dafür einen Antrag, der von der Praxis gestellt werden muss.

Einzelne Maßnahmen der modernen Parodontaltherapie können je nach Versicherungsstatus zusätzlich zu Eigenanteilen führen.

Selbstverständlich informieren wir Sie vor Behandlungsbeginn schriftlich und mündlich über zu erwartende Eigenanteile.

Ist die Behandlung unangenehm?

Eine Parodontalbehandlung ist schmerzfrei!

Die meisten Termine sind nicht unangenehmer als eine übliche Zahnreinigung, so dass Sie direkt nach dem Termin zur Arbeit, zum Sport oder zum Essen gehen können.

Bei einzelnen Terminen werden die Zahnfleischtaschen jedoch auch vorsichtig in der Tiefe gereinigt. Für diese Termine, die Ihnen vorher aber schon für Ihre Planung bekannt sind, bekommen Sie natürlich eine örtliche Betäubung. Nach deren Abklingen dieser Betäubung erwarten Sie auch nach diesen Terminen keine Schmerzen. Sie können noch am selben Tag wieder normal essen, Sport treiben oder arbeiten.

Wie funktioniert die Nachsorge?

Eine Parodontitis oder eine Periimplantitis sind chronische Erkrankungen. Wir können sie stoppen. Eine gute Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen sind allerdings notwendig, damit die Erkrankungen nicht zurückkommen. Eine echte „Heilung“ ist nur bei sehr frühzeitig behandelten Erkrankungen denkbar. Wenn bereits Knochen verloren gegangen ist, kommen Bakterien mit der Zeit immer wieder in diese zuvor geschädigten Bereiche hinein.

Es ist deshalb seit Jahrzehnten bekannt, dass das Ergebnis einer erfolgreichen Parodontalbehandlung nur durch regelmäßige Kontrollen und Reinigungen abgesichert werden kann. Man spricht in diesem Zusammenhang von „parodontaler Reevaluation“, dem „parodontalen Recall“ oder von der „unterstützenden Parodontaltherapie“ (UPT). Gemeint ist mit all diesen Begriffen die übliche regelmäßige professionelle Zahnreinigung unter Beachtung notwendiger therapeutischer Besonderheiten.

Seit Mitte 2021 beteiligt sich auch die gesetzliche Krankenversicherung an den Kosten der unterstützenden Parodontaltherapie.

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Behandlungsarten

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Nicht-chirurgische Behandlung

Die systematische, nicht-chirurgische Behandlung ist das Herzstück jeder Parodontalbehandlung, bei der die Ursache der Parodontitis behandelt wird.

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Chirurgische Behandlungen

Chirurgische Behandlungen können heute in vielen Fällen vermieden werden, sind aber für Knochenaufbauten oder Reinigungen an besonders schwierigen Stellen manchmal sinnvoll.

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Zahnfleischrückgang

In vielen Fällen, können wir verloren gegangenes Zahnfleisch wieder herstellen!

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Praxis
Dr. Behring und Partner

Zahnheilkunde.

Wandsbeker Chaussee 44, 22089 Hamburg